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Rückschau auf ausgewählte Veranstaltungen 2018


21.07.2018
Von Samenzüchtern, Gärtnerinnen und Schnittermädchen

Fahrt nach Quedlinburg und Teilnahme an einer Kostümführung zur Geschichte der Saatzucht

Über einen langen Zeitraum hin bestimmte die Saatzucht das Leben in der Stadt Quedlinburg und brachte Reichtum in die Stadt. Auf unserem Rundgang berichtete Gärtnermeister Hans von Dippe von der Entwicklung der Saatzucht im 19. Jahrhundert und zeigte die Wirkungsstätten der großen Samenzüchter. Wir erfuhren aber auch von den zeitweise 4.000 Schnittermädchen, die in der Saison von Schlesien nach Quedlinburg kamen, und hörten schließlich von Mathilde Ebert, die als Begründerin der Blumenbinderei gilt.
Die Veranstaltung hatte einen sehr schönen Abschluss: Hans von Dippe lud uns zu einer festlichen Kaffeetafel in seinen großen Garten ein. Ein herzliches Dankeschön an Familie Rathmann, die dies ermöglichte.

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18.06.2018
Aktuelle Informationen zur Frage der Anerkennung der Rentenansprüche der in der DDR geschiedenen Frauen
Veranstaltung mit Marion Böker, Berlin

2017 äußerte sich der UN-Frauenrechtsausschuss in Genf besorgt über das Fehlen einer staatlichen Entschädigungsregelung, die Gerechtigkeit und Wiedergutmachung für die in der DDR geschiedenen Frauen anbietet, und forderte die komplette Anerkennung ihrer lebenslang erworbenen Rentenansprüche, die durch den Einigungsvertrag und das Rentenüberleitungsgesetz radikal gekürzt wurden.
Er forderte die Bundesregierung auf, einen Ausgleichfonds zur Wiedergutmachung durch Ergänzung der Renten für die betroffenen Frauen einzurichten.

Bereits im Februar 2019 soll nun die Bundesregierung an den UN-Ausschuss berichten, wie sie die Forderung umgesetzt hat. Der Koalitionsvertrag sichert einen Gerechtigkeitsfonds zu. Wieviel Geld aber dafür vorgesehen ist und wie das Verfahren sein soll, ist noch offen. Im Sommer wird es dazu ein Bundestagsgespräch geben und die Gleichstellungs- und Frauenministerinnenkonferenz (GFMK) soll einen Entwurf vorlegen.
 
Der Verein der in der DDR geschiedenen Frauen e.V. hat seine Forderungen an die Bundesregierung gerichtet. Ein internationales Kunstprojekt wird dafür sorgen, dass der Fall weiterhin von Aufmerksamkeit begleitet bleibt. 

In der Veranstaltung berichtete Marion Böker, Beraterin und Menschenrechtsverteidigerin in Berlin, zum aktuellen Stand der Umsetzung der Forderung des UN-Ausschusses und über die Arbeit des Vereins der in der DDR geschiedenen Frauen e.V.


15.06.2018
Der Völkermord an den europäischen Juden – Auf Spurensuche in Berlin-Wannsee
Fahrt nach Berlin und Besuch der Gedenkstätte „Haus der Wannsee-Konferenz“ sowie der Liebermann-Villa am Wannsee

Am 20. Januar 1942 kamen in einer Villa am Wannsee in Berlin 15 hochrangige Vertreter der nationalsozialistischen Reichsregierung und der SS zusammen, um den begonnenen Völkermord an den Juden im Detail zu organisieren. Die Konferenz dauerte 90 Minuten.

Wir erlebten eine Führung durch die heutige Gedenkstätte, die in einer Ausstellung die Bedeutung der Konferenz und der beteiligten Ämter und Personen für die Organisation und Ausführung des Holocaust thematisiert.
Im Anschluss daran besuchten wir die benachbarte Villa des Malers Max Liebermann (1847 – 1935), in der sich Diskriminierung und Verfolgung am konkreten Beispiel einer jüdischen Familie nachverfolgen lässt. Darüber hinaus ist das Liebermannsche Areal ein einzigartiges kulturhistorisches Dokument. Hier verwirklichte der Maler neue gartenarchitektonische Vorstellungen und hier entdeckte er entscheidende Motive für sein Spätwerk.

Die Veranstaltung wurde von der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt gefördert.
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27.05.2018
Fahrt nach Leipzig und Besuch der Fanny-Hensel-Ausstellung im Mendelssohn-Haus

Das spätklassizistische Mendelssohn-Haus in der Leipziger Goldschmidtstraße 12 ist die letzte baulich erhalten gebliebene Privatadresse des Komponisten und Musikers Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847). 1997 wurde die Wohnung des Komponisten als Museum eröffnet. In authentischen Räumen entdeckt der Besucher originale Möbel, Dokumente und Bilder aus dem Familienbesitz. Seit kurzer Zeit gibt es dort auch eine kleine Ausstellung, die sich dem Leben und Wirken der Komponistin Fanny Hensel (1805-1847), der Schwester von Felix Mendelssohn Bartholdy, widmet.
Wir erlebten eine Führung durch die Fanny-Hensel-Ausstellung und besuchten die Sonntags-matinée im historischen Musiksalon, in der auch Stücke von Fanny Hensel zu hören waren.


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14.05.2018
Kräuterführung rund um den HohneHof

Veranstaltung mit Freddy Müller, Natur-Erlebniszentrum HohneHof

Auf unserer kleinen Tour ging es um das Kennenlernen und Sammeln heimischer Wildkräuter, aber auch um ihre Verwendung in der Küche und der traditionellen Hausapotheke. Aber nicht nur theoretisch: Gemeinsam haben wir im Anschluss auch einen kleinen Imbiss aus frischen Wildkräutern zubereitet.
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09.05.2018
Literaturkreis
Tabus und Frauenleid durch Krieg
Vortrag zur russischsprachigen Gegenwartsliteratur von Dr. Hilmar Preuß; Halle

Bei der Debatte um Krieg stehen oft militärische Aspekte, Opferzahlen und materielle Zerstörungen im Vordergrund. Die dunkle Seite der Auswirkungen auf die Menschen und insbesondere auf die Frauen wird oft verdrängt. Gerade auch für russischsprachige Autorinnen wie Swetlana Alexijewitsch und Ljudmila Ulitzkaja hat die Aufarbeitung des Zweiten Weltkrieges und damit verbundener Tabus große Bedeutung. Heute werden traditionelle Vorstellungen über den männlichen "heldenhaften" Soldaten hinterfragt und die Konsequenzen für das Leben der Familien, daheimgebliebenen Frauen und deren Leiden thematisiert. Literatur kann über die Möglichkeit zur Einfühlung die Gefühlsebene der Leserinnen und Leser ansprechen und zum Nachdenken über Tabus und Verschweigen anregen. Dies gibt weitere Argumente für die Ablehnung der gegenwärtig zunehmenden kriegerischen Auseinandersetzungen.

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04.05.2018
Fahrt nach Goslar und thematischer Stadtrundgang „Frauen im Mittelalter“


Goslar blickt auf eine über 1000jährige Geschichte zurück. Neben der Kaiserpfalz aus dem 11. Jahrhundert ist die Altstadt mit ihren vielen mittelalterlichen Gebäuden äußerst reizvoll. Doch was erzählen alte Häuser und enge Gassen vom Leben der Menschen in der “dunklen Zeit“, insbesondere vom Leben der Frauen?
Auf unserem Stadtrundgang hörten wir u. a. Geschichten von Hebammen, Braumägden und Kiepenfrauen und blickten aus einer besonderen Perspektive auf das Leben im Mittelalter. Dabei besichtigten wir das repräsentative Siemenshaus und das Spital zum Großen Heiligen Kreuz und entschlüsselten die Schnitzereien am berühmten Brusttuch, einem der schönsten Patrizierhäuser Goslars.

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24.04.2018
Literaturkreis
Die Liebe, mein Schatz, ist bodenlos
Dokumentarspielfilm von Sabine Willmann aus dem Jahr 1998 nach Leben? Oder Theater? von Charlotte Salomon

Die jüdische Künstlerin Charlotte Salomon – 1917 in Berlin geboren, 1939 nach Südfrankreich emigriert, 1943 in Auschwitz ermordet – hat ein außergewöhnliches Werk hinterlassen: 1325 Gouachen expressionistischen Stils, von denen sie etwa 800 Blätter ausgewählt und nummeriert hat. Zusammen mit erläuternden Texten und Hinweisen auf Musikstücke erzählen sie unter dem Titel Leben? Oder Theater? Charlotte Salomons bisheriges Leben. Mit allen Höhen und Tiefen, die ein junges Mädchen im Berlin der Goldenen Zwanziger durchlebt. Erzählt wird aber auch von der großen Liebe, von Ausgrenzung und Verfolgung im faschistischen Deutschland und dem Exil in Südfrankreich. Angeregt von diesem Werkzyklus hat Sabine Willmann den Dokumentarspielfilm Die Liebe, mein Schatz ist, grenzenlos geschaffen, für den sie mehrfach ausgezeichnet wurde.
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11.04.2018
Literaturkreis
Clara Zetkin als Wegbereiterin des Frauenwahlrechts in Deutschland und Funktionärin der internationalen Frauen- und Arbeiterbewegung
Vortrag von Dr. Viola Schubert-Lehnhardt, Halle

Die Sozialistin Clara Zetkin (1857-1933) war von 1920 bis 1933 Mitglied des Reichstages, 1932 sogar dessen Alterspräsidentin. Doch das politische Engagement der ausgebildeten Volksschullehrerin begann schon in den Siebzigerjahren des 19. Jahrhunderts mit ihrem Eintritt in die Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands, die später in SPD umbenannt wurde. Schwerpunkt des Einsatzes von Clara Zetkin waren vor allem die Rechte und Möglichkeiten von Frauen – sowohl im bürgerlichen Staat als auch in der Arbeiterbewegung. Die Teilnahme von Frauen an politischen Versammlungen oder gar die eigenständige Organisation und Durchführung von Frauenveranstaltungen in Deutschland wurden u.a. durch sie mit erstritten. Doch erst im Zuge der Novemberrevolution 1918 erhielten Frauen in Deutschland das Wahlrecht.
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27.03.2018
Über Demenz reden oder Geteiltes Leid ist halbes Leid
Veranstaltung mit Katja Mann, Gesundheitswirtin in Magdeburg

Wir durchlaufen verschiedene Lebensabschnitte, wir setzen uns Ziele und verfolgen Wünsche und Hoffnungen. Doch was ist, wenn wir diesen Erwartungen nicht mehr gewachsen sind? Wenn wir bemerken, dass das Gedächtnis uns immer öfter im Stich lässt? Viele versuchen, diesen „Defekt“ so lange wie möglich zu verheimlichen. Was folgt, sind Misserfolge, Frust und Missverständnisse. Um dies zu vermeiden, sollten Demenzkranke ihr soziales Umfeld so früh wie möglich einweihen. Denn offen zu reden, entlastet beide Seiten.
Die Veranstaltung vermittelte Basiswissen zum Krankheitsbild Demenz und stellte verschiedene Kommunikationsmethoden vor, die helfen, Demenzkranke zu verstehen und die Ansätze liefern, um mit ihnen verbal und/oder nonverbal zu kommunizieren.
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24.03.2018
Madonna – Muse – Mörderin. Weibsbilder in Kunstgeschichten

Fahrt nach Leipzig und thematische Führung durch das Museum der bildenden Künste

Ausgehend von einem kleinen unscheinbaren Liebeszauber im Mittelalter näherten wir uns dem von den Herren ersehnten und von Künstlern gezeigten Idealbild einer Frau. Danach belauschten wir einen Dialog zwischen dem zeitgenössischen Künstler Wang Quingsong und Hans Baldung gen. Grien aus dem 16. Jahrhundert über die sieben Lebensalter des Weibes. Wir begegneten Klingers Muse, der Schriftstellerin Elsa Asenjeff, die den großen Künstler eroberte, liebte, verlor und daran zerbrach. Und wir deckten ein Komplott von Künstlern auf, das aus Angst vor der Femme fatale eine unschuldige Prinzessin als Mörderin verurteilte.
Die Führung übernahm die Museumspädagogin Almut Zimmermann, die auch das Konzept für diese Veranstaltung erarbeitet hat.


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20.03.2018
Remise, Marktstr. 1 in 38855 Wernigerode

Das wahre Leben ist doch anders!
Eine Komödie frei nach Anton Tschechow
Aufführung des Turmalin-Theaters. Darstellung: Cornelia Gutermann-Bauer /Text und Regie: Günter Bauer

Vor sieben Monaten ist ihr Mann gestorben.  Nun ist sie Witwe, eine sehr wohlhabende Witwe! Und doch schleichen sich Trauer, Melancholie und Depressionen in ihren Alltag. Oder ist es doch eine Lebens-, eine Sinnkrise im alltäglichen Einerlei? Da kündigt sich überraschend Besuch an:  Ein Fremder fordert die Zahlung einer ausstehenden Rechnung, die ihr verstorbener Mann zu Lebzeiten nicht beglichen haben soll. Es kommt zum Streit. Die Emotionen kochen hoch. Bald geht es nicht mehr nur um eine Geldforderung. Es geht um mehr, es geht um ALLES: um das Verhältnis von Mann und Frau, um die Liebe, um das Dasein im Allgemeinen, um das richtige Leben überhaupt! Während des Streits tritt der Anlass immer mehr in den Hintergrund…   Und plötzlich ändert sich alles!

Was als leichte und immer wieder süffisant witzige Komödie voller Drive und Energie daherkam, war auch eine Parabel über den modernen Menschen und seiner existentiellen Fragwürdigkeit. Wohlstand, Reichtum, Freiheit, Unabhängigkeit allein vermögen uns nicht glücklich zu machen…

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14.03.2018
Ratswaage, Marktplatz 1 in 38855 Wernigerode
Zwischen Reform und Restauration.
Der Kampf um Frauenrechte in der arabisch-islamischen Welt

Vortrag von Dr. Adrian Klein, Islamwissenschaftler in Halle

In den westlichen Medien spielt die Debatte um die Rolle "der" Frau in der arabisch-islamischen Welt eine große Rolle. An Hand der "Kopftuchdebatte" oder den Ereignissen der Kölner Silvesternacht wird oft ein Widerspruch zwischen westlichen und arabisch-islamischen Vorstellungen bezüglich des Geschlechterverhältnisses konstatiert. Was innerhalb dieser Debatten jedoch häufig vernachlässigt wird, ist, dass der Kampf um die Gleichberechtigung von Frau und Mann in der arabisch-islamischen Welt auch eine mittlerweile 200jährige Geschichte aufweist und um ganz ähnliche Themen, Problemstellungen und Fragen kreiste und kreist, wie in Europa. Anhand der Entwicklung der Frauenrechte in Syrien seit den 1960er Jahren soll aufgezeigt werden, inwieweit von der Durchsetzung von Frauenrechten gesprochen werden kann bzw. welche Unterschiede zu europäischen Ländern, wie zum Beispiel Deutschland, bestehen.
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08.03.2018
Remise, Marktstr. 1 in 38855 Wernigerode

Frauentagsempfang


Der alljährlich stattfindende Frauentagsempfang ist eine gemeinsame Veranstaltung des Frauenzentrums und der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Wernigerode und des Landkreises Harz. Eingeladen dazu ist jede Frau. Die Veranstaltung ist gedacht als Abend der Begegnung, als Möglichkeit in angenehmer Atmosphäre mit anderen Frauen ins Gespräch zu kommen – über die großen Themen der Zeit oder auch nur über die kleinen Dinge des Lebens. Und vielleicht entsteht daraus noch eine Bekanntschaft, eine Vernetzung oder gar die erste Idee für ein gemeinsames Projekt.

Kultureller Höhepunkt der Veranstaltung in diesem Jahr war der Auftritt der Hallenser Liedermacherin Ina Friebe mit ihrem Programm "Grundlos glücklich", begleitet von Inge Ries an der Violine.


 

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08.03.2018
Großer Rathaussaal, Marktplatz 1 in 38855 Wernigerode

Traditionelle Feier zum Internationalen Frauentag

Veranstaltung in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Wernigerode und dem DGB, Region Altmark-Börde-Harz

 


07.03.2018
Literaturkreis
Geboren im Lebensbornheim "Harz" in Wernigerode
Vortrag von Matthias Meißner

Der „Lebensborn“ war ein Verein der SS, der nach rassenpolitischen Gesichtspunkten die Geburtenrate im „Dritten Reich“ fördern wollte. Der im Dezember 1935 auf Veranlassung von Heinrich Himmler, „Reichsführer der SS“, gegründete des „Lebensborn e.V.“ wollte so den „Adel der Zukunft“ schaffen. Hierzu errichtete der Verein mehrere Geburtenheime ein, in denen anonyme Geburten möglich waren. Um diese Heime nutzen zu können, wurde zunächst ein „rassisches Gutachten“ erstellt, in dem die die „rassische Abstammung und die erbbiologische Gesundheit“ der Familien der Kindseltern im Fokus stand. Im Juni 1937 wurde in Wernigerode am Brockenweg das zweite dieser „Lebensborn“-Heime, das Heim „Harz“, eröffnet. Der Lebensborn griff hier auf bereits vorhandene Strukturen zurück und integrierte seine Aktivitäten in eine bereits bestehende Geburtenklinik. Am Brockenweg, inmitten eines gutbürgerlichen Wohngebietes gelegen, war es weit weniger isoliert als die anderen Lebensborn-Heime.

Die Wahrung der Anonymität bot schwangeren ledigen Frauen in der seinerzeit konservativ geprägten Gesellschaft die Möglichkeit, abgeschirmt von der Öffentlichkeit eine Schwangerschaft auszutragen und zu entbinden. Um die Schwangerschaft anonym zu halten, kamen die Frauen in die Heime des Vereines, bevor die ersten Anzeichen einer Schwangerschaft für die Umgebung sichtbar wurden. Der Lebensborn bot Ruhe, eine gute medizinische Betreuung und eine gute Versorgung. Eine Mutter konnte ihr Kind im Lebensborn zurücklassen. Dann übernahm dieser die Vormundschaft. In diesen Fällen war die Vermittlung der Kinder zur Adoption – bevorzugt an Familien von SS-Angehörigen – vorgesehen. Bis Kriegsende wurden in den „Lebensborn“-Heimen im „Deutschen Reich“ mehr als 8.500 Kinder in geboren. Ein Großteil von ihnen wuchs bei ihren Müttern auf, andere blieben in Heimen und Pflegefamilien. Der Anteil der Kinder, die adoptiert wurden blieb sehr gering und betrug z.B. für die in Wernigerode geborenen nicht einmal drei Prozent.

Durch die gezielte Verschleierung der biologischen und sozialen Abstammung sind heute immer noch dort Geborene auf der Suche nach ihrer wahren Identität. Man muss davon ausgehen, dass die Mehrheit der im Lebensborn geborenen oder später während des Krieges geraubten Kinder gar nicht wissen, dass sie ein Teil dieses menschenverachtenden Programmes waren.

Im November 2005 fanden sich Lebensbornkinder, deren Angehörige sowie am Thema Interessierte zusammen und bildeten eine Interessenvertretung, die den Betroffenen bei ihrer Suche unterstützt sowie die Aufarbeitung des „Lebensborn“ als dauerhafte Mahnung vorantreibt. In seinem Vortrag wird das Mitglied des Vereins, Matthias Meißner, über das Wirken des Lebensborn und seine Folgen für die dort Geborenen informieren.
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24.02.2018
Anti-Mobbing-Workshop

Veranstaltung mit Arne Lund, Streit- und Konfliktschlichter in Hamburg

Mobbing ist in unserer Gesellschaft leider tief verwurzelt und tritt in vielen Lebensbereichen auf, besonders jedoch im beruflichen Alltag und in der Schule. Mobbing ist nicht zu verwechseln mit kleinen Konflikten, Streitereien und Missverständnissen - – solche Situationen gehören zum Alltag und sind völlig normal. Mobbing hingegen ist laut Definition ein gezieltes und dauerhaftes Angreifen, Schikanieren und Ausgrenzen einzelner Personen.

Der Workshop beschäftigte sich in vielen kleinen Einheiten mit dem komplexen Thema Mobbing. Hierbei geht es u. a. darum, den Blick für die verschiedenen Formen von Mobbing zu öffnen. Zudem wurden die weitreichenden Folgen des Mobbings für Opfer (gesundheitliche Schäden bis hin zur zeitweiligen oder dauerhaften Arbeitsunfähigkeit) und Täter (straf- und zivilrechtliche Konsequenzen) aufgezeigt. Nicht zuletzt erarbeiten die Teilnehmerinnen gemeinsam Lösungsvorschläge, wie man im (Berufs-)Alltag mit Mobbing umgehen kann. Wie kann man sich gegen die vielfältigen Sticheleien, Bloßstellungen, Erniedrigungen und Schikanierungen zur Wehr setzen? Was kann man bei Anfeindungen und Diskriminierungen sowie Ausgrenzungen tun?

Ziele des Workshops waren Aufklärung, das Mut-Machen und die Prävention. Die Veranstaltung richtete sich nicht nur an Mobbing-Opfer, sondern auch an Mitwisser sowie an Personen aus dem helfenden Umfeld der Opfer. Für persönliche Gespräche stand den Teilnehmerinnen eine weibliche Assistenz zur Verfügung.
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21.02.2018
Papierfabrik der Hochschule Harz, Am Eichberg 1 in 38855 Wernigerode

Mütter des Grundgesetzes

Eröffnung der Wanderausstellung des Helene Weber Kollegs in Kooperation mit dem Landesfrauenrat Sachsen-Anhalt e.V.


Die Ausstellung „Mütter des Grundgesetzes“ zeigte die Lebensbilder von vier Politikerinnen, die durch ihre unmittelbare Mitwirkung am Grundgesetz und der verfassungsrechtlichen Verankerung der Gleichberechtigung von Frauen die Basis für dieses Prinzip schufen.

„Frauen und Männer sind gleichberechtigt“ – so lautet Artikel 3, Absatz 2 des Grundgesetzes. Formuliert wurde damit im Jahr 1949 ein Programm, nicht eine Aussage über die Realität. Seiner Verankerung im Grundgesetz gingen heftige Diskussionen voraus. Ohne das Engagement der vier Frauen im Parlamentarischen Rat und der vielen Frauen, die sich in der Öffentlichkeit für die volle Gleichberechtigung stark machten, wäre es zu dieser Formulierung nicht gekommen.

Frieda Nadig, Elisabeth Selbert, Helene Weber und Helene Wessel – das waren die vier weiblichen Mandatsträgerinnen des insgesamt 65 Abgeordnete umfassenden Parlamentarischen Rats. Ihrem Einsatz ist es maßgeblich zu verdanken, dass die Gleichberechtigung von Frauen und Männern zu den konstituierenden Merkmalen des jungen Staates wurde.

Die Ausstellung würdigte das politische Engagement, das die vier politischen Weggefährtinnen in den ersten Jahren der Bundesrepublik gezeigt haben.

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