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Rückschau auf ausgewählte Veranstaltungen 2022


08.12.2022
Nützliche Informationen zum Schwerbehindertenausweis
Veranstaltung mit Elke Selke, Gleichstellungs- und Behindertenbeauftragte des Landkreises Harz

Menschen mit Behinderungen oder schwerwiegenden Erkrankungen können einen Schwerbehindertenausweis beantragen. Doch welche Vergünstigungen und Vorteile bringt dieser Ausweis? Wo beantragt man ihn und wer kann dabei helfen? Was bedeuten die Merkzeichen? Was sind Nachteilsausgleiche? Die Referentin gab Antwort auf diese Fragen und ist zugleich mit den Teilnehmerinnen über ihre ganz persönliche Situation ins Gespräch gekommen.
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07.12.2022
Remise, Unterengengasse in 38855 Wernigerode
„Worüber das Christkind lächelte“ - Weihnachten zwischen Orient und Okzident
Musik & Geschichten von und mit dem DUO PARAWEH

 

Die Hallenser Liedermacherin Ina Friebe und der iranische Musiker und Komponist Vahid Shahidifar bilden das DUO PARAWEH. Die zwei haben ein vielfarbiges und unterhaltsames Adventsprogramm zusammengestellt: Im filigranen Zusammenspiel von Gitarre und persischer Santur erklingen traditionelle weihnachtliche Musik und Eigenkompositionen in einem stimmungsvollen musikalischen Gewand. Dazu erzählt wurden humorvolle Geschichten um die Heilige Nacht, um Strohsack, Krippe und Dattelpalme - und um eine geheimnisvolle Quelle

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Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen
28.11.2022, 17.00 Uhr
Durch die Hölle. Wie Stalking das Leben zerstört
Film von Christoph Müller, Medienprojekt Wuppertal e.V.

Der Begriff Stalking beschreibt das andauernde und wiederholte Nachstellen und Verfolgen einer Person durch eine andere. Im Film kommen drei von Stalking Betroffene zu Wort - zwei Frauen und ein Mann. Ihre unterschiedlichen Fallgeschichten handeln von permanenten Grenzverletzungen, von Manipulation und Kontrolle durch den Partner, von Belagerung und Verfolgung. Stalking ist ein Verbrechen, das seine Opfer zerstören kann. Polizei und Justiz reagieren trotz verbesserter Gesetzeslage immer noch hilflos. Dennoch haben die Protagonisten des Films den Mut, offen über ihre Erfahrungen und ihren Überlebenskampf zu berichten.

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Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen
25.11.2022, 11. 00 Uhr
Vor dem Rathaus, Marktplatz in Wernigerode
Frei leben - ohne Gewalt“
 – Fahnenaktion zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen

Der 25. November ist der von den Vereinten Nationen deklarierte Internationale Tag zur Beseitigung jeder Form von Gewalt gegen Frauen, auch „Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen“ genannt. Weltweit wird um dieses Datum herum durch Aktionen, Veranstaltungen und Tagungen zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen aufgerufen. In Deutschland hat die Frauenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES aus diesem Anlass die Fahnenaktion „Frei leben - ohne Gewalt“ ins Leben gerufen, mit der mittlerweile bundesweit an über 6.000 Plätzen ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen gesetzt wird. Auch in Wernigerode wurde wieder eine Fahne angebracht. Dieses Jahr am Rathausgebäude. Alle, die uns dabei unterstützen wollten, waren zu dieser Aktion herzlich eingeladen.

Im Anschluss an die Fahnenaktion wurde vor dem Gebäude des Frauenzentrums in der Breiten Str. Infomaterial zum Thema häusliche Gewalt und zum Hilfenetz in unserer Region verteilt.

 

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16.11.2022
Gedanken und Erfahrungen
Essays von Sabine Sengteller, vorgetragen von der Autorin

Aus der Ankündigung: Das Leben hält viele Wendungen bereit, die Trennung vom Lebenspartner stellt die Protagonistin vor ganz neue Herausforderungen. Von dem Zeitpunkt / Jahrhundertwechsel / Jahr 2000 an, hat sie die Aufgabe, für sich selbst und ihre beiden minderjährigen Kinder alleine zu sorgen. Im selben Jahr beginnt in Halberstadt das John-Cage-Kunst-Orgel-Projekt in dem das Musikstück für Orgel As slow as possible (So langsam wie möglich) 639 Jahre in die Zukunft gespielt wird.
Dieses Projekt nimmt die Protagonistin zum Anlass sich selbst "Langsamkeit zu verordnen" und jeden einzelnen Schritt in der neuen Zeit sehr achtsam und bewusst zu gehen. Aus dieser Lebensweise entsteht die tiefe Auseinandersetzung mit sich selbst, ihrer bisherigen Lebens- und Arbeitsweise sowie den Themen Gewalt, Tod und Trauer, die sie von ihren Kindheitstagen an begleitet haben. Vorgelegt werden zehn Essays, beginnend mit den Themen: Nichts, Verzicht und Langsamkeit.

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03.11.2022
Zur Situation der Frauen im Iran
Gespräch mit Armaghan Tabatabai

Seit September 2022 protestieren die Menschen im Iran gegen das theokratische Regime der Mullahs. Auslösendes Moment war der Tod der jungen Kurdin Mahsa Amini in Teheran, die von der islamischen Sittenpolizei festgenommen und misshandelt worden war, weil ihr Kopftuch angeblich nicht richtig saß.

Unsere Gesprächspartnerin Armaghan Tabatabai stammt aus Teheran und lebt seit drei Jahren in Deutschland. Sie berichtete von der Situation der Frauen im Iran und dem Aufstand großer Teile der iranischen Gesellschaft, bei dem es nicht allein um Frauenrechte geht.
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03. und 04.11.2022
WENDO - Selbstbehauptung und Selbstverteidigung für Mädchen
Trainings für Mädchen mit Carina Tränkner, Göttingen

WENDO stärkt das Selbstbewusstsein. Es werden Techniken gelernt, die helfen in bedrohlichen oder grenzüberschreitenden Situationen zu handeln. WENDO umfasst sowohl körperliche Abwehr- und Angriffstechniken als auch wirksame Methoden, sich mit Worten, Blicken oder Körperausdruck gegen unterschiedlichste Formen von Grenzüberschreitung zur Wehr zu setzen. In spielerischer Atmosphäre können die neu erlernten Methoden und Techniken gleich ausprobiert werden. Dies alles geschieht in geschützter und ungezwungener Umgebung. Für das WENDO-Training sind keine Vorkenntnisse und auch keine sportlichen Voraussetzungen erforderlich! Jede kann mitmachen!

Inhalte des WENDO-Trainings:
- Auf das eigene Gefühl vertrauen
- Eigene Grenzen erfahren und setzen
- Auf die persönlichen Bedürfnisse achten

- Uns wertschätzen und selbstbewusst auftreten
- Uns wehren, wenn wir es für nötig halten
- Entschlossen handeln


02.11.2022
„Unsere wahre Identität sollte vernichtet werden“. Schicksale der Kinder des 20. Juli
Vortrag von Dr. Viola Schubert-Lehnhardt, Halle

Das Attentat vom 20. Juli 1944 war der bedeutendste Umsturzversuch des militärischen Widerstandes in der Zeit des Nationalsozialismus. Hitler ließ nur wenige Stunden nach der gescheiterten Tat verlautbaren, es sei nur eine ganz kleine Clique hinterhältiger Offiziere gewesen, die hinter dem Attentat auf ihn gestanden hätte. Dass das nicht stimmte, sollte sich bald herausstellen. Abzulesen war das auch an der großen Zahl von Kindern, die in ein Heim der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV) in Bad Sachsa im Harz verschleppt wurden. 48 Kinder wurden dort zum Teil über viele Monate festgehalten, während ihre Väter zum Tode verurteilt, ihre Mütter als "Sippenhäftlinge" in Konzentrationslager und Gefängnisse gesperrt wurden.

Der Vortrag ging dem Schicksal der von der Gestapo in den Harz verbrachten Kindern nach und berichtete auch über die Dauerausstellung "Unsere wahre Identität sollte vernichtet werden", die im Gebäude der Tourist-Information in Bad Sachsa gezeigt wird.

Die Veranstaltung wurde angeboten im Rahmen des Projektes „LEB pro Demokratie – Mitmachorte im ländlichen Raum“, gefördert durch das Bundesministerium des Innern und für Heimat im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“ und unterstützt durch die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt. 
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24.10.2022
Kinoabend
Oma & Bella
Film von Alexa Karolinski (Deutschland, 2012)

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Die besten Freundinnen Bella und Regina sind hoch in den Achtzigern und Überlebende des Holocaust. Seit fünf Jahren wohnen sie in einer Charlottenburger Wohnung zusammen und kochen für ihr Leben gern. Reginas Enkelin Alexa hat die lebensfrohen und energischen älteren Damen mit der Kamera begleitet und ihnen vor allem beim Kochen zugesehen. Während sie ihre berühmte Hühnersuppe zubereiten, erzählen die beiden aus Vilnius und Katowice stammenden Frauen von ihrer Kindheit, vom Überleben der Ghettos und Lager, ihren Männern und dem Leben nach dem Krieg in Berlin. So ist eine wunderbare Hommage an alle jüdischen Großmütter und ihre Kochkünste entstanden.

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13.10.2022
Veranstaltung in der Hochschule Harz
WIE WIR WOLLEN
Dokumentarisches Filmprojekt von ‚Kollektiv KINOKAS‘ (Deutschland, 2021)

 

WIE WIR WOLLEN ist ein kollektives, filmisches Portrait, in dem 50 Individuen, die in Deutschland eine ungewollte Schwangerschaft abgebrochen haben, zu Wort kommen. Persönlich, nachdenklich, gespickt mit Witzen und Momenten der Empörung, bieten diese Erzählungen ein ermutigendes Gegennarrativ zum gesellschaftlichen Tabu rund um Abtreibungen.

In Deutschland, wo Abtreibungen immer noch als Straftat gelten und das ungeborene Leben unter rechtlichem Schutz steht, wird der Zugang weiterhin erschwert durch ein bundesweites Ärztinnenmangel sowie ein sich ausbreitendes Netzwerk an christlichen Fundamentalist*innen.

WIE WIR WOLLEN blickt über unsere gewohnten Sichtweisen hinaus, um kritisch zu hinterfragen, was es überhaupt bedeutet, eine freie Entscheidung zu treffen – in einer Gesellschaft, die Menschen durch cisheteronormative, rassistische, kapitalistische und be_hindertenfeindliche Strukturen unterdrückt. Welche Entscheidungsmöglichkeiten gibt es für wen und warum?

Im Jahr 2021 wurde Paragraph 218, der Abtreibungen in Deutschland unter Strafe stellt, 150 Jahre alt. Vor dem Hintergrund eines weltweiten Angriffs auf reproduktive Rechte, ist WIE WIR WOLLEN ein zeitgemäßer Beitrag zum internationalen Kampf für körperliche Selbstbestimmung.


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Nähere Informationen unter  https://wiewirwollen.org/
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04.10.2022
Aktion Lucia – Licht gegen Brustkrebs
Öffentliche Aktion auf dem Nicolaiplatz in Wernigerode

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Noch immer sterben in Deutschland 51 Frauen täglich an Brustkrebs. Bei der „Aktion Lucia“ werden Lichter im öffentlichen Raum aufgestellt, die diese hohe Zahl sichtbar machen. Die Lichter fordern Aufmerksamkeit für das Thema Brustkrebs, sie stehen aber auch für die brennenden Anliegen von Menschen mit einer Krebserkrankung: effektive, qualitätsgesicherte, seriöse und medizinisch ausgereifte Therapien, eine gute Nachsorge, ausreichende psychoonkologische Betreuungsangebote und ambitionierte Forschung.

An unserer "Aktion Lucia" beteiligten die Selbsthilfegruppen für an Krebs erkrankte Frauen sowie interessierte Frauen aus der Stadt Wernigerode. Inhaltlich wurden wir von der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft e. V. unterstützt.


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26.09.2022
Ich gehöre nicht dazu. Wenn Einsamkeit krank macht
Film von Christoph Müller, Medienprojekt Wuppertal e. V. (2021)

Im Film berichten vier Menschen über ihre ungewollte Einsamkeit. Sie erzählen von deutlich verringerter Lebensqualität und dem ständigen Gefühl, einfach nicht dazuzugehören. Der Film verdeutlicht, dass Einsamkeit eine Volkskrankheit ist, deren Dimension oft unterschätzt wird.

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21.09.2022
Alexandra Kollontai – die erste Botschafterin und die erste Ministerin der Welt
Vortrag von Viola Schubert-Lehnhardt, Halle

Alexandra Michailowna Kollontai (1872-1952) war eine zentrale Figur der russischen Frauenbewegung. Die Freundin von Clara Zetkin und Rosa Luxemburg war Botschafterin in Schweden, Norwegen und Mexiko, Volkskommissarin für soziale Fürsorge und leitete die Zhenotdel, das weibliche Zentralkomitee in Lenins erster Regierung, das dafür sorgen sollte, die Arbeits- und Lebensbedingungen von Frauen zu verbessern. Kollontai setzte sich insbesondere für den Mutterschutz ein.

Anlässlich des150. Geburtstages Alexandra Kollontais werden im Vortrag ihre Biografie, ihre Auffassungen über das „gute Leben“ und ihre nach wie vor aktuellen Schriften zu ehelicher Moral und Liebe vorgestellt.

Die Veranstaltung war eine Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen-Anhalt.


20.09.2022
Harzwölfin. Die Quedlinburger Expressionistin Dorothea Milde (1887 - 1964)
Fahrt nach Halberstadt und Besuch der Sonderausstellung im GLEIMHAUS Museum der deutschen Aufklärung

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Dorothea Milde – Grafikerin, Wandervogel-Führerin, Hundezüchterin und Quedlinburger Original – hatte ein schweres Leben und war von schwerem Gemüt. „Schwere“ ist auch der Schlüsselbegriff ihrer Kunst. Ihr Werk ist in nur rund 15 Jahren der künstlerischen Tätigkeit entstanden und packt den Betrachter in seiner Expressivität unmittelbar. In der Region ist die Erinnerung an die Künstlerin stets wach geblieben, ihre Kunst allerdings ist bislang weitgehend unentdeckt.

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19.09.2022
Medienkritische Runde
Veranstaltung mit Irmtraut Blume


I
n dieser Runde ging es einmal nicht um einen Beitrag in den Medien. Gast der Veranstaltung war Christiane Wichmann, Sachgebietsleiterin Grünanlagen, Friedhöfe & Wildpark in der Wernigeröder Stadtverwaltung. Ihr Thema war die Entwicklung der Grünflächen und Vegetation in unserer Stadt – auch im Hinblick auf den Klimawandel und den dringenden Erhalt der Artenvielfalt.
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12.09.2022
Wald-Vorlesung am Lutherstein
Veranstaltung mit Irmtraut Blume

Die Veranstaltung begann mit einer Wanderung zum Kloster Himmelpforte. Am Lutherstein gab es dann wieder eine kleine Vorlesung.

Thema war diesmal eine historische Frauenpersönlichkeit aus der Region: Gräfin Sophie Charlotte von Stolberg-Wernigerode (1695-1762). Sophie-Charlotte war eine der einflussreichten Pietistinnen ihrer Zeit. Als Haus- und Landesmutter konnte sie sich weitreichende (religions-)politische Partipations- und Handlungsmöglichkeiten schaffen und hinterließ ihre Spuren in der Stadt Wernigerode und der Grafschaft.
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10.09.2022
Auf den Spuren von Katharina der Großen
Fahrt nach Zerbst und Teilnahme an einem frauengeschichtlichen Stadtrundgang

 

Die kleine Stadt Zerbst ist ein FrauenOrt, der an Prinzessin Sophie Auguste Friederike von Anhalt-Zerbst erinnert, die als russische Zarin Katharina II. (1729-1796) die mächtigste und einflussreichste Frau des 18. Jahrhunderts war. Die berühmte Herrscherin, auch Katharina die Große genannt, steht denn auch im Mittelpunkt unseres Stadtrundgangs. An zehn Stationen erfuhren wir Interessantes aus dem Leben der anhaltischen Prinzessin und ihrer Familie und erleben zugleich die Stadt Zerbst mit ihrer mehr als 1070 Jahre alten Geschichte.
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09.09.2022
Altstadtpassagen Forum Bunte Stadt, Gustav-Petri-Str. 12a in Wernigerode
rosaROT. Wanderausstellung zum Thema häusliche Gewalt
Ausstellungseröffnung

Die Ausstellung besteht aus 18 großformatigen Bannern, auf denen der Blick der Gesellschaft auf das Thema häusliche Gewalt als ein Blick durch die ‚rosarote Brille‘ dargestellt wird. “Das geht mich nichts an” und “Was kann ich schon tun?” sind ja geläufige Kommentare, die wir alle hinterfragen müssen. Zudem werden konkrete Handlungs- und Interventionsmöglichkeiten aufgezeigt, mit denen man als Beobachterin bzw. Beobachter von Gewalt zur De-Eskalierung einer Gewaltsituation und Prävention von häuslicher Gewalt beitragen kann. Gleichzeitig möchte die Ausstellung dem Opfern Mut machen, Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Die Ausstellung wurde vom Netzwerk der brandenburgischen Frauenhäuser e.V. erarbeitet. Auf Initiative des Frauenzentrums Wernigerode und mit Förderung durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt konnte sie auch in Wernigerode gezeigt werden. Dank gilt dabei den Altstadtpassagen Forum Bunte Stadt für die Bereitstellung der Fläche.
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01.08.2022
Kraniche für den Frieden
Veranstaltung mit Irmtrut Blume

Am 6. und 9. August 1945 fielen US-amerikanische Atombomben auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki. Die USA wollten damit das Ende des Zweiten Weltkriegs auch in Asien herbeiführen. Die Atombombenexplosionen töteten insgesamt ca. 100.000 Menschen sofort – fast ausschließlich Zivilisten und von der japanischen Armee verschleppte Zwangsarbeiter. An den Folgeschäden starben bis Ende 1945 weitere 130.000 Menschen. In den Jahren danach kamen etliche hinzu.

Die Aktion „Kraniche für den Frieden“ erinnert an diese Ereignisse und ist Gedenken an das japanische Mädchen Sadako und die vielen anderen Opfer. Sadako war zweieinhalb Jahre alt, als die Bomben auf Hiroshima und Nagasaki fielen. Mit elf erkrankte sie an Leukämie. Einem alten Mythos nach erfüllen die Götter Japans einem Menschen, der 1.000 Kraniche aus Papier faltet, einen Wunsch. Sadako faltete mehr als 1.000 Kraniche, aber die Folgen der radioaktiven Verstrahlung waren stärker. Sie starb mit 12 Jahren.

In der Veranstaltung wurden Origami-Kraniche gefalzt, die am Gebäude des Frauenzentrums angebracht wurden. Dazu gab es japanischen Tee und eine Lesung von Passagen aus dem Buch Schwarzer Regen von Ibuse Masuji.


25.07.2022
Kinoabend
Gott existiert, ihr Name ist Petrunya
Spielfilm von Teona Strugar Mitevska (Belgien/Frankreich/Kroatien/Makedonien/Slowenien, 2019)

„Sag ihnen, du bist 24!“, rät die Mutter, als sie ihre Tochter wieder einmal zu einem Vorstellungsgespräch schickt. Doch Petrunya ist über 30 und hat dazu noch eine Wissenschaft studiert, die in Mazedonien niemand braucht: Geschichte. So sitzt sie vor dem potenziellen Arbeitgeber, einem Fabrikbesitzer, der von oben herab auf ihr geblümtes Kleid schaut und sie zu dick und zu alt findet. Auf dem Heimweg – den Job hat sie natürlich nicht bekommen – springt Petrunya ins kalte Wasser. Es ist Dreikönigstag, und wie jedes Jahr tauchen die jungen Männer der Stadt nach dem heiligen Kreuz, das der Priester in den eisigen Fluss wirft. Ein kirchliches Ritual, das seit Menschengedenken männlichen Wesen reserviert ist. Doch diesmal ist Petrunya die Schnellste und hält die Trophäe in die TV-Kameras. Die Hölle bricht los, und ihre vermeintliche Heldentat ist ein waschechter Skandal. Aber Petrunya hält das Kreuz fest. Sie hat es gewonnen und sie wird es nicht aufgeben.

Mitevskas Film ist „eine bitterböse Abrechnung mit dem Patriarchat und ein kraftvolles Plädoyer für ein wenig mehr Widerspenstigkeit.“ (Filmstarts.de)

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18.07.2022
Scharfsinnig und ein „mocquantes Geschöpf“
Vom Leben der Hofdame Luise von Göchhausen (1752-1807)
Wald-Vorlesung am Lutherstein. Veranstaltung mit Irmtraut Blume

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Die kleine und buckelige Luise von Göchhausen war Erste Hofdame am Weimarer Musenhof. Nachgesagt wurden ihr ein reger Geist und ein treffsicheres Urteil, zuweilen auch eine boshaft lästernde Zunge, mit der sie sich letztlich in Bedrängnis brachte. Ihr Verdienst ist die Abschrift des „Urfaust“; nur dadurch wurde diese Dichtung der Nachwelt erhalten. Vorgelesen werden in der Veranstaltung u. a. Passagen aus dem Buch „Das Fräulein von Göchhausen“ von Toni Deneke.
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30.06.2022, 19.00 Uhr
Remise, Marktstr. 1 in Wernigerode

"Effis Nacht" von Rolf Hochhuth
Szenische Lesung mit Nicole Haase und Michael Kind

Effis Nacht ist eigentlich Elses Nacht und meint jene Elisabeth Baronin von Ardenne, geb. Edle und Freiin von Plotho, die Theodor Fontane als Kunstfigur Effi Briest unsterblich machte, wenngleich er seine Effi im Roman früh sterben ließ. Elisabeth hingegen verstarb 1952 im Alter von 99 Jahren, mittellos und bis zuletzt als Krankenpflegerin arbeitend. Sie wurde damit Zeitzeugin von beinahe 100 Jahren bewegter deutscher Geschichte und damit geradezu eine perfekte Vorlage für den Dramatiker Hochhuth, der anhand historischer Persönlichkeiten immer wieder Fragen nach der persönlichen und gesellschaftlichen Verantwortung und Schuld stellt.

Effis Nacht ist eine Nacht im Kriegsjahr 1943; der Zweite Weltkrieg ist "ihr fünfter Krieg" inzwischen. Sie wacht am Bett eines Schwerverwundeten und so - als sei sie es, die ihre letzten Stunden vor sich hat - lässt sie vor diesem Hintergrund ihr eigenes Leben Revue passieren. Sie spannt einen Bogen von der weit zurückliegenden privaten Katastrophe bis zur gegenwärtigen ihres Vaterlandes. Ein Monolog zwar, aber dennoch ein vielstimmiger Text, der komprimiert die Komplexität eines langen Lebens und einer Epoche auszuleuchten versucht.
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Die Veranstaltung wurde gefördert von der Ilse-Holzapfel-Stiftung mit Sitz in Gotha.

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21.06.2022
Kinoabend
Adam
Spielfilm von Maryam Touzani (Marokko/Frankreich, 2019)

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Abla lebt mit ihrer achtjährigen Tochter in Casablanca. Die kleine Bäckerei, die sie betreibt, hat schon bessere Zeiten gesehen, und ihr Leben als alleinerziehende Mutter und berufstätige Frau fordert sie sehr. So ist es nicht verwunderlich, dass sie Samia, einer jungen schwangeren Frau, die eines Tages an ihre Haustür klopft und um Arbeit bittet, zunächst ihre Hilfe verwehrt. Die kleine Warda aber schließt die Fremde sofort ins Herz und schafft es schließlich, auch das der Mutter zu erweichen. Als Samia sich auch noch als geschickte Bäckerin erweist, wächst ein zartes freundschaftliches Band zwischen den beiden Frauen. Mit der immer näherkommenden Geburt von Samias Kind stellt sich aber auch die Frage, welche Zukunft es für die junge Mutter in Ablas Obhut geben kann…

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18.06.2022
Starke Frauen in Wolfenbüttel
Fahrt nach Wolfenbüttel und Teilnahme an einem frauengeschichtlichen Stadtrundgang
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In Wolfenbüttel begaben wir uns auf die Suche nach historischer Frauenpower. Der Stadtrundgang informierte über das Leben und Wirken von Anna Amalia Prinzessin zu Braunschweig-Lüneburg und Herzogin von Sachsen-Weimar, die zur Goethezeit den Musenhof in Weimar prägte, von Friederike Riedesel , die als Frau eines braunschweigischen Generals den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg erlebte und darüber schrieb, und von Anna Vorwerk, einer Frauenrechtlerin des 19. Jahrhunderts. Ausführliches erfuhren wir zudem über die Reformpädagogin Henriette Schrader-Breymann (1827-1899), der in Wolfenbüttel ein FrauenOrt gewidmet ist.


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23.05.2022
Geboren in Ravensbrück
Dokumentarfilm mit Ingelore Prochnow, Heike Rode, Klaus Prochnow, Frau Sonntag (Deutschland, 2021)


Der Film schildert die Geschichte einer der wenigen Überlebenden im KZ geborenen Kinder. Am 1. Dezember 1943 kam Ingelore Prochnows Mutter, im fünften Monat schwanger und gerade mal 19 Jahre alt, ins Frauenkonzentrationslager Ravensbrück. Der Grund ihrer Inhaftierung: „Verkehr mit einem Polen“. Im April des folgenden Jahres brachte sie ihre Tochter Ingelore zur Welt. Wie durch ein Wunder überlebte Ingelore ein Jahr lang bis zur Befreiung im April 1945. Sie wuchs bei Adoptiveltern auf, erfuhr erst 40 Jahre später von den Umständen ihrer Geburt und machte sich auf die Suche nach ihrer Geschichte und nach möglichen Angehörigen.

Ein Film vollzieht diese Suche und die Geschichte nach. Es geht um fehlende Erinnerungen, offene Fragen und das Erinnern ohne eigene Erinnerung. Ingelore findet bis heute Trost und Anerkennung im Engagement um das Gedenken und den Treffen mit anderen Überlebenden und deren Angehörigen. Sie haderte lange mit ihrer Rolle als Überlebende; fehlt ihr doch die eigene Erinnerung an das KZ. Wie kann sie denn als so etwas wie eine Zeitzeugin gelten, wenn sie nichts bezeugen kann.



 

Die Veranstaltung wird angeboten im Rahmen des Projektes „LEB pro Demokratie – Mitmachorte im ländlichen Raum“, gefördert durch das Bundesministerium des Innern und für Heimat im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“ und unterstützt durch die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt. 
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18.05.2022
Zur Entstehung und den Debatten um das Prostituiertenschutzgesetz in Deutschland
Vortrag von Dr. Viola Schubert-Lehnhardt, Halle

Der Vortrag gibt einen Überblick über historische Wertungen von Prostitution und die Versuche ihrer Regelung. Dargestellt werden die Begründungen für die Einführung des Prostitutionsgesetzes (2002) und des Prostitutionsschutzgesetzes (2017) in Deutschland. Zudem werden internationale regelungen zur Prostitution und deren Ergebnisse erläutert. Nicht zuletzt stellt die Referentin Texte vor, in denen betroffene Frauen zu Wort kommen.


  27.04.2022
Literaturkreis

Brigitte Hamann: Bertha von Suttner. Kämpferin für den Frieden
Buchbesprechung von Irmtraut Blume

Bertha von Suttner (1843-1914) war eine österreichische Pazifistin und Friedensforscherin. Sie war die prominenteste politische Journalistin ihrer Zeit und Begründerin der ‚Österreichischen Gesellschaft der Friedensfreunde‘. 1905 erhielt Bertha von Suttner als erste Frau den Friedensnobelpreis. Den meisten ihrer Zeitgenossen galt sie jedoch als Utopistin, vielfach sogar als Närrin. Ihr berühmter, immer verzweifelter klingender Ruf „Die Waffen nieder!“ verhallte wirkungslos und konnte den ersten Weltkrieg nicht aufhalten.

Brigitte Hamann hat den ungewöhnlichen Lebensweg Bertha von Suttners, der geborenen Gräfin Kinsky von Wchinitz und Tettau, aufgezeichnet und stellt uns die ‚Friedensbertha‘ als eine Frau vor, die Zeit ihres Lebens gegen überholte Konventionen, gegen die Unterdrückung der Frauen und gegen Antisemitismus kämpfte.


Die Veranstaltung wird angeboten im Rahmen des Projektes „LEB pro Demokratie – Mitmachorte im ländlichen Raum“, gefördert durch das Bundesministerium des Innern und für Heimat im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“ und unterstützt durch die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt.    

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 25.04.2022
Kinoabend
Milchkrieg in Dalsmynni
Spielfilm von Grímur Hárkonason (Island, 2019)

Inga und ihr Mann betreiben in der isländischen Provinz eine kleine, hochverschuldete Milchfarm. Nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes will Inga ihrer beruflichen Misere ein Ende setzen. Den Schuldigen für die Probleme hat sie längst ausgemacht: die lokale Kooperative, die ihre Monopolstellung gnadenlos ausnutzt und die Bauern mit mafiösen Methoden drangsaliert. Doch Inga gibt nicht klein bei. Mit Einsatz von sozialen Medien, mutig Mitstreitenden und sogar stinkender Gülle macht Inga unerschrocken ihren Standpunkt klar. Dabei legt sie sich mit der Spitze der alles beherrschenden, scheinbar übermächtigen Kooperative an, um ihr Ziel zu erreichen: Die Gründung einer Gegengenossenschaft. Trotz heftigen Widerstands steht Inga ihre Frau im Kampf David gegen Goliath.
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 23.04.2022
Geschichten und Geschichte über Magdeburger Frauenleben
Fahrt nach Magdeburg und Teilnahme an einer frauengeschichtlichen Führung rund um den Fürstenwall

Die Kulturwissenschaftlerin Nadja Gröschner erinnerte bei ihrer kurzweiligen Führung über den Magdeburger Fürstenwall an bedeutende Frauen, die die Geschichte der Stadt geprägt haben. So erfahren wir von der ersten Frauenrechtlerin Louise Aston, von der Mystikerin Mechthild von Magdeburg und von Anna Louise Karsch, der ersten deutsche Schriftstellerin, die von ihrer Kunst auch leben konnte. Erinnert wird zudem an Angela Davis als die einzige Ehrenbürgerin der Stadt.

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 13.04.2022
Literaturkreis
Hanya YanagiharaDas Volk der Bäume 
Buchvorstellung von Marita Schröter

Der junge Arzt Norton Perina kehrt mit einer unfassbaren Entdeckung von der Insel Ivu'ivu zurück: Hat er wirklich ein Mittel gegen die Sterblichkeit gefunden? Eine uralte Schildkrötenart soll die Formel des ewigen Lebens bergen. So kometenhaft er damit zur Spitze der Wissenschaft aufsteigt, so rasant vollzieht sich die Kolonisierung und Zerstörung der Insel. Das Volk der Bäume stellt die Frage nach den ethischen Grenzen der Wissenschaft. Der Roman fragt aber auch danach, wie wir eine Lebensleistung betrachten, wenn das Genie am Ende vor Gericht steht. Denn Perina hat in der Südsee eine weitere Entdeckung gemacht: seine fatale Liebe zu den verwaisten Kindern auf der Insel.

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 21.03.2022, 19.00 Uhr
Kinoabend
WIE WIR WOLLEN
Dokumentarisches Filmprojekt von ‚Kollektiv KINOKAS‘ (Deutschland, 2021)

 

WIE WIR WOLLEN ist ein kollektives, filmisches Portrait, in dem 50 Individuen, die in Deutschland eine ungewollte Schwangerschaft abgebrochen haben, zu Wort kommen. Persönlich, nachdenklich, gespickt mit Witzen und Momenten der Empörung, bieten diese Erzählungen ein ermutigendes Gegennarrativ zum gesellschaftlichen Tabu rund um Abtreibungen.

In Deutschland, wo Abtreibungen immer noch als Straftat gelten und das ungeborene Leben unter rechtlichem Schutz steht, wird der Zugang weiterhin erschwert durch ein bundesweites Ärztinnenmangel sowie ein sich ausbreitendes Netzwerk an christlichen Fundamentalist*innen.

WIE WIR WOLLEN blickt über unsere gewohnten Sichtweisen hinaus, um kritisch zu hinterfragen, was es überhaupt bedeutet, eine freie Entscheidung zu treffen – in einer Gesellschaft, die Menschen durch cisheteronormative, rassistische, kapitalistische und be_hindertenfeindliche Strukturen unterdrückt. Welche Entscheidungsmöglichkeiten gibt es für wen und warum?

Im Jahr 2021 wurde Paragraph 218, der Abtreibungen in Deutschland unter Strafe stellt, 150 Jahre alt. Vor dem Hintergrund eines weltweiten Angriffs auf reproduktive Rechte, ist WIE WIR WOLLEN ein zeitgemäßer Beitrag zum internationalen Kampf für körperliche Selbstbestimmung.


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Nähere Informationen unter  https://wiewirwollen.org/

Die Veranstaltung wurde angeboten im Rahmen des Projektes „LEB pro Demokratie – Mitmachorte im ländlichen Raum“, gefördert durch das Bundesministerium des Innern und für Heimat im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“ und unterstützt durch die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt.  
                                                                            


 16.03.2022
Literaturkreis
Kazuo Ishiguro: Klara und die Sonne
Buchvorstellung von Marita Schröter

Klara ist eine künstliche Intelligenz, entwickelt, um Jugendlichen eine Gefährtin zu sein auf dem Weg ins Erwachsenwerden. Vom Schaufenster eines Spielzeuggeschäfts aus beobachtet sie genau, was draußen vor sich geht, studiert das Verhalten der Kundinnen und Kunden und hofft, bald von einem jungen Menschen als neue Freundin ausgewählt zu werden. Als sich ihr Wunsch endlich erfüllt und ein Mädchen sie mit nach Hause nimmt, muss sie jedoch bald feststellen, dass sie auf die Versprechen von Menschen nicht allzu viel geben sollte. Der Roman Klara und die Sonne ist eine subtile Gesellschaftskritik, die der Frage nach dem Wesen des Menschseins auf den Grund geht.
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 08.03.2022
Remise, Marktstr. 1 in Wernigerode
Clara Schumann. Die Kunst – mein Leben
Schauspiel, Lesung & Klaviermusik
Mit Judith Kruder und Lucia Keller vom Ensemble Theatrum Hohenerxleben

Die Frauengeschichtsschreibung hat sich lange Zeit schwer getan mit der Einordnung von Clara Schumann (1819-1896). Hatte doch die jugendliche Virtuosin Clara Wieck, die schon mit 18 Jahren als eine der besten Pianistinnen ihrer Zeit galt, eine glänzende Karriere abgebremst, als sie vor Gericht die Eheschließung mit Robert Schumann erstritt. Gegen den Vater, der ihr Lehrer und Manager war. Und für einen Ehemann, dem sie sich auch künstlerisch verbunden fühlte, der sie aber schon bald auf ihren ‚Hauptberuf als Mutter‘ hinwies. Acht Kindern,von denen sie einige überlebte, hat Clara Schumann das Leben geschenkt.

Die Schauspielerin Judith Kruder hat Briefe und Tagebuchaufzeichnungen Clara Schumanns sowie Original-Texte ihrer Zeitgenossen und Mitstreiter studiert und daraus eine Szenenfolge entwickelt, die Jugend und frühe Jahre mit Robert Schumann abbilden. Sichtbar wird darin die außerordentliche Begabung der jungen Frau, aber auch Liebe, Stärke, Mut und Selbstbewusstsein – Ressourcen, die die Meisterung ihres weiteren Lebens mitbestimmen: Als Robert Schumann erkrankt und später stirbt, lasten auf Clara alle Kosten für die Versorgung der Familie. Sie gibt wieder Konzerte, wird gefeiert in ganz Europa und lebt dabei rastlos aus dem Koffer. Sie ist zudem kluge Herausgeberin der Werke ihres Mannes und ihrer eigenen Kompositionen und zuletzt Professorin am Hoch‘schen Konservatorium in Frankfurt am Main.

Judith Kruder gestaltete den Abend gemeinsam mit der jungen Pianistin Lucia Keller, deren Interpretationen der Werke von Clara und Robert Schumann Teil der Inszenierung waren.

Die Veranstaltung war eine Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Wernigerode.
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 07.03.2022
Fußgängerzone in der Breiten Str. in Wernigerode
Equal Pay Day – 7. März 2022

Der Equal Pay Day, der internationale Aktionstag für Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern, markiert symbolisch die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern (Gender Pay Gap). Die Ursachen für diese Lohnlücke sind vielfältig und liegen u. a. in den weiblichen Berufsbiographien und ihren Bedingungen, in der Unterbewertung der weiblichen Berufs- und Familienarbeit, zuweilen aber auch  in der ungleichen Bezahlung gleicher oder gleichwertiger Arbeit im konkreten Fall.

Laut Berechnungen des Statistischen Bundesamtes für das Jahr 2020 verdienen Frauen in Deutschland rund 18 Prozent weniger als Männer. Rechnet man den Wert von 18 Prozent in Tage um, arbeiten Frauen vom 1. Januar an 66 Tage umsonst. Der Equal Pay Day 2022 war daher der 7. März.

Wir haben an diesem Tag in der Wernigeröder Fußgängerzone Infomaterial und Equal Pay Day-Baumwolltaschen an Frauen verteilt. Die Taschen hatten wir vorher um 18 Prozent gekürzt, damit deutlich erfahrbar wird: Wenn Frauen weniger verdienen, können sie auch weniger einkaufen.

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 05.03.2022
Ratswaage im Rathaus, Marktplatz 1 in Wernigerode
Wernigerode – eine lebenswerte Stadt für Frauen?!
Workshop und Frauenfrühstück aus Anlass des Internationalen Frauentags

2021 haben die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt und das Frauenzentrum die Online-Befragung „Wernigerode – eine lebenswerte Stadt für Frauen?!“ initiiert. Die Befragung betraf die Lebens- und Berufssituation von Frauen in Wernigerode. Ihre Ergebnisse sollten genutzt werden, um Handlungsempfehlungen für Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft entsprechend den Bedürfnissen von Frauen zu erarbeiten, aber auch um die Angebote des Frauenzentrums im Bereich der Bildung und Beratung von Frauen zu verbessern.

In der Veranstaltung wurde nun die Auswertung der Online-Befragung vorgestellt. In der sich anschließenden Diskussion ging es vorwiegend um das bezahlbare Wohnen in der Kernstadt Wernigerodes und um Barrierefreiheit im öffentlichen Raum. Hier gibt es große Defizite. Ein gutes Ergebnis des Workshops war die Verabredung, sich regelmäßig zu treffen, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Organisation des für den Herbst 2022 geplanten Workshops übernimmt die Gleichstellungsbeauftragte; eingeladen sind alle Frauen, insbesondere die Stadträtinnen.
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 02.03.2022
Literaturkreis
Torsten Körner: In der Männerrepublik. Wie Frauen die Politik eroberten
Buchvorstellung von Dr. Viola Schubert-Lehnhardt

Derzeit sitzen 256 Frauen im Deutschen Bundestag. Dies entspricht einem Frauenanteil von 34,8 % und ist ein (langsamer) Fortschritt im Vergleich zur ersten Legislaturperiode von 1949 -1953 mit gerade mal 6,8%. Von Geschlechtergerechtigkeit bei der Mandatsverteilung kann aber noch lange nicht gesprochen werden.

Torsten Körners Buch In der Männerrepublik widmet sich den Wegbereiterinnen und erzählt die politische Geschichte der BRD aus weiblicher Perspektive. Im Zentrum stehen Protagonistinnen aller Parteien, die sich während der Bonner Republik in der Männerbastion Bundestag durchsetzten. Ihre Lebenswege sind geprägt von politischen und privaten Dramen, denn für ihren Einsatz bezahlten sie mitunter einen hohen persönlichen Preis.

Viele sprechen in diesem Buch das erste Mal darüber, wie die Politik ihr Leben veränderte, wie ihr permanenter Einsatz zu schmerzhaften Trennungen und Entfremdungen führte, wie Politik sie süchtig machte oder mit welchen Mitteln die Männer aller Parteien sie bekämpften. Entstanden ist eine Chronik des Kampfs um politische Gleichberechtigung, der bis heute anhält.


Die Veranstaltung wurde angeboten im Rahmen des Projektes „LEB pro Demokratie – Mitmachorte im ländlichen Raum“, gefördert durch das Bundesministerium des Innern und für Heimat im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“ und unterstützt durch die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt.
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 16.02.2022
Literaturkreis
Sabine Friedrich: Was sich lohnt
Buchvorstellung von Dr. Viola Schubert-Lehnhardt

Was sich lohnt ist der zweite Band von Sabine Friedrichs Trilogie über den Widerstand gegen die Nationalsozialisten. Im Mittelpunkt des Romans steht der Kreisauer Kreis, der sich zum Zentrum des bürgerlich zivilen Widerstands entwickelte. Dabei legt Sabine Friedrich ihren Fokus auf die Ehefrauen der Widerständler, die sich auf ihre Art am Kampf gegen Hitler und dem Ringen für eine tragfähige Nachkriegsordnung beteiligten.
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 09.02.2022
Literaturkreis

Nastassja Martin: An das Wilde glauben
Buchverstellung von Marita Schröter

Im August 2015 befindet sich die französische Anthropologin Nastassja Martin auf einer Forschungsreise auf der russischen Halbinsel Kamtschatka, wo sie die Bräuche und Kosmologien der Ewenen studiert. Auf einer Bergtour geschieht das Unglück: Ein Bär greift sie an. Es kommt zum Kampf, er beißt ihr ins Gesicht und die 29-Jährige gerät in einen Zustand versehrter Identität. Was sie zuvor als Wissenschaftlerin beschrieben hat - die animistische Durchmischung von allem - erfährt sie nun am eigenen Leib. Die Grenzen zwischen dem Bären und ihrer selbst oder dem, was früher sie selbst war, verschwimmen. Träume und Erinnerungen lassen Nastassja Martin umfassende Heilung in sich selbst und der Wildnis finden, in die sie nach einer qualvollen Genesungsgeschichte in russischen und französischen Krankenhäusern zurückk
ehrt.

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 26.01.2022
Literaturkreis
Annie Ernaux: Die Scham
Buchvorstellung von Irmtraut Blume

Die französische Autorin Annie Ernaux, geb. 1940, bezeichnet sich als „Ethnologin ihrer selbst“. Im Buch „Die Scham“ behandelt sie einen Vorfall aus ihrer Kindheit: Annie ist 12 Jahre alt. An einem Sonntagnachmittag geschieht etwas Entsetzlichstes – ohnmächtig muss sie miterleben, wie der Vater die Mutter umzubringen versucht. Nach kurzer Zeit beruhigt sich der Vater, und Annie bemüht sich, den Eklat zu vergessen. Bis sie, nahezu ein halbes Jahrhundert später, auf ein altes Foto stößt, das eine Flut von Erinnerungen auslöst. Aber was genau ist damals geschehen? Und wie ist es dazu gekommen?
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 24.01.2022
Leseabend
Ginette Kolinka: Rückkehr nach Birkenau. Wie ich überlebt habe
Buchvorstellung von Irmtraut Blume

Im März 1944 wird Ginette Kolinka zusammen mit Vater, Bruder und Neffen von Avignon nach Auschwitz-Birkenau  deportiert. Ginette ist die Einzige, die Monate später nach Paris zurückkehrt. In ihren Erinnerungen schildert sie eindringlich, wie sie die Schläge, den Hunger, die Kälte, die Nacktheit, den Hass, das Grauen im Lager überlebt hat. Und sie erzählt, wie notwendig das Festhalten an der Weiblichkeit für sie war. Ein Kleid, das ihr im Lager geschenkt wurde, gab ihr Würde und Kraft zum Überleben. Ginette Kolinka hat über die Monate in Auschwitz-Birkenau lange geschwiegen. Ihr außergewöhnlicher Lagerbericht erschien erst 2019 und stieß in Frankreich auf ein großes Echo.

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